2
Jul
2008

Seelenlos

"Guten Morgen!", sagte sie freundlich und schenkte mir ein seelenloses Lächeln. Nichts ist verhängnisvollter als seelenlose, aus dem nichts an die Oberfläche sprudelnde Emotionen, dachte ich mir und bestellte, was ich brauchte: Ein kleines Brötchen und Kaffee, dessen Geruch mir schon beim eintreten gefühlvoll in die Nase geraten war.
Die Art und Weise, wie sie meine Bestellung aufnahm und mich bediente, liess die Vermutung zu, dass sie zu gar nichts anderem Fähig ist und ihre Existenzberechtigung lediglich daraus zog, dass sie mir Kaffee und Brötchen reicht, ein paar Münzen zum Tausch entgegennimmt und mir einen sehr schönen Tag wünscht.

21
Mai
2008

Generationen

Drei Generationenm versammelt auf engstem Raum. So unterschiedlich und doch so gleich. Wer in ihre Gesichter blickt, sieht eine eigentuemliche Traurigkeit, zarte Melancholie. Ein ermuedender Arbeitstag ist es, die aus ihren geschlossenen Augen spricht.
Sie alle denken nach. Wo ist das Leben?

(Pendlerzug, Drei Maenner, geschaetzte 20, 40 und 60 Jahre alt. Sie taten dem Beobachter leid. Wenig spaeter versank er in tiefer Melancholie und auch etwas Selbstmitleid)

17
Mai
2008

denken

Die Chance ist verwirkt. Es ist zu spät, mit dem nachdenken aufzuhören.

Spaziergang im Wald

Ich schlaengelte, kampfte mich weiter durch die Menschenmenge, vorbei an den Menschen, die ich mit einem Schlag nur noch als Baeume wahrnehmen konnte. Ich marschierte durch den Wald und sog den Moment in mich auf, atmete tief. Ich fuehlte, wie der ganze Wald im Wind rauscht. Ich spuerte, wie er atmet. Ich hoerte, wie die Natur mit mir sprach und lauschte ihr gespannt.
In diesem Moment zerschlug sich die Illusion und die Wirklichkeit erhielt wieder Einzug. Die Gestaltenwandler, die gerade eben noch Baeume waren, zeigten ihr wahres Gesicht.
Ich bekam keine Luft mehr.

8
Mai
2008

dancin'

why don't you dance to the music inside my head?

5
Mai
2008

emotionen

Menschlichkeit erntet hämisches Gelächter.
Der Mensch hat den Besitzanspruch auf seine Emotionen schon lange an die Gesellschaft abgetreten.

30
Apr
2008

advanced thinking

Nachdem ich nachgedacht, und all meine Wünsche gegen die Tatsachen ausgespielt hatte, musste ich einsehen, ein ziemlicher Idiot zu sein.

16
Apr
2008

...

Life is too important to be taken seriously

15
Apr
2008

Elephant, Vol. 2

umgeschriebene version des sehr alten und sehr schlechten beitrages

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Der grosse, bullige Elefant - genauer gesagt war es ein Elefantenkopf auf einem Menschenkörper - starrte mich immer noch mit ruhigem, fast beängstigendem Blick an. Als ob ein Elefant mitten in der Stadt nicht schon verwirrend genug wäre, schien er sich nur auf mich zu konzentrieren. Ich hatte zwar schon versucht, ihn abzuwimmeln. Ich war schon, so schnell ich konnte, durch die halbe Stadt gerannt.
Seit mehreren Stunden sass ich nun schon in einem kleinen Café direkt am See. Die ganze Zeit sass er, ohne eine einzige Bewegung, direkt gegenüber.
Ich entschied mich die Bedienung zu rufen um zu zahlen. Als ich zahlte musterte er für kurze Zeit die junge Dame, die mein Geld empfing, widmete seine Aufmerksamkeit dann aber bald wieder mir. Ich kehrte ihm kurz den Rücken zu um meine Jacke anzuziehen, spürte aber, wie er mich auf beinahe tödliche Art und Weise anstarrte. Ich fühlte wie sein Blick langsam und qualvoll meinen Rücken durchbohrte, sich zwischen meinen Rippen hindurcharbeitete und kurz davor war, mein Herz zu durchbohren. Bevor das geschehen konnte drehte ich mich mit einem Ruck um. Er war nicht mehr da.
Der Schweiss lief meine Stirn und meinen Rücken hinunter, ich bekam beinah keine Luft mehr. Doch die Erleichterung, die sein Verschwinden in mir verursachte liess mich das schnell vergessen. Ich verliess das Cafe, ging auf die Strasse und begab mich langsam, mit kurzen Schritten in Richtung Bahnhof.

„...auf Gleis Sechs folgt der Interregionalzug in Richtung Chur...“

Als ich am Perron auf meinen Zug wartete sah ich ihn zu meinem Erschrecken wieder, direkt neben mir, zwei, vielleicht drei Meter entfernt. Die anderen Passanten schienen mir seltsam unbekümmert, dass ein Elefant hier einfach so am Bahnhof stand und auf den Zug wartete.
Ich war mir doch ziemlich sicher, dass er mich nicht weiterverfolgen würde. Sicherlich hatte auch er ein Leben, dass ihm nicht die Zeit liess, den ganzen Tag MENSCHEN zu terrorisieren.
Als der Zug ankam, ich eintrat und er mir folgte gingen meine Schweissausbrüche wieder von vorne los. Die nächsten vierzig Minuten waren die schlimmsten meines Lebens, schliesslich hatte er sich direkt gegenüber von mir gesessen und starrte mich die ganze Zeit an.
Verschlimmert wurde die ganze Situation dadurch, dass ich von den anderen Fahrgästen gemieden wurde. Wer will schliesslich, auf dem Nachhauseweg, nach einen langen und harten Arbeitstag, neben jemandem sitzen, der Scheissausbrüche hat und nur sehr laut atmen kann? Kein Mensch zeigte sich interessiert. Als wäre es ganz normal, dass ein Elefant hier im Zug sass und mich mit seinen Blicken durchbohrte.
Daheim angekommen stieg ich aus und machte mich auf den Nachhauseweg. Zitternd lief ich der Strasse entlang, den Elefanten im Nacken.

Panik.
Absolute Panik machte sich in mir breit, denn niemand wollte mir helfen. Doch nach Hilfe fragen wollte ich auch nicht, weil ich schlussendlich doch nicht wusste, ob es vielleicht nur eine Einbildung ist. Das wäre peinlich: „Hallo. Könnten sie diesem Elefantenmenschen hinter mir sagen, er solle mich in Ruhe lassen?“, jeder würde mich für bekloppt halten. Ich begann, mich alle zwei Sekunden nach ihm umzusehen, in der Hoffnung er wäre verschwunden - doch er war immer da. Schliesslich kam ich bei meiner Wohnung an. Ich brauchte vor lauter zittern fast 3 Minuten und unzählige Versuche, um den Schlüssel im Schlüsselloch unterzubringen und ihn anschliessend auch noch nach rechts zu drehen. Im inneren angelangt drehte ich mich hektisch um. Sein Kopf war etwa zehn centimeter von meinem entfernt, wir blickten uns direkt in die Augen.
Todesangst.
Ich begann zu schreien.

Ich wachte ruckartig, schreiend auf. Ich war erleichtert, dass es doch nur ein Traum war. Es war mittlerweile schon hell geworden und die Sonne strahlte durch die offenen Jalusien. Ich sah mich im ganzen Raum um und erschrak schlagartig, als ich einen auf meiner Bettkante sitzenden Elefantenmenschen erblickte, der mich anstarrte.

6
Apr
2008

the outsiders

nobody likes us but we don't care, so lets lose our selves

athlete, the outsiders

31
Mrz
2008

heartbreak girl

i didn't knew this girl when i met her first on this silent, golden autumn-evening. excepting nothing of this boring day, i was lying nearby the lake. mindless. the sun was on her long way down, she was getting smaller and smaller. until i couldn't see her anymore. but in the last breaths of the red sun, this girl came to me. she just sat down next to me. without a word. in this moment i fell in love with her.
we were sitting there for about three hours. she oppened up her heart and let me slep inside. then she left me. i felt like i needed to cry. but i couldn't. boys don't cry.
on the next day, i saw her with another guy. doing what she does best.
heartbreaking.

--

i just wanted to write something down in english. forgive me.
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gedanken. träume. erinnerungen.

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